In der Pfarrkirche St. Fabian und Sebastian in Donji Humac auf der Insel Brač wurde ein neuer Altar aufgestellt – ein Kunstwerk und eine Spende unseres akademischen Bildhauers Lovre Jakšić sowie der Steinmetzwerkstatt Jakšić. Der Altar besteht aus weißem Brač-Stein, der durch eine innovative Formgebung einen überraschend weichen, stoffähnlichen Ausdruck erhält. Sanfte Falten und geschwungene Linien lassen den massiven Stein wie geformtes Tuch erscheinen und verleihen dem Werk sowohl Modernität als auch tiefe Symbolik.
Der Altar wurde am Sonntag, den 17. November 2024, während der Eucharistiefeier vom Hvarer Bischof Ranko Vidovićfeierlich geweiht. Die Weihe bedeutete einen wichtigen Moment für die Gemeinde, da der sakrale Raum ein Werk erhielt, das Tradition, Kunst und Spiritualität auf harmonische Weise verbindet.
Besonders bedeutungsvoll ist, dass auch der frühere Altar aus dem Jahr 1963 ein Werk der Familie Jakšić war. Er wurde von Lovre Jakšić senior, dem Großvater des heutigen Bildhauers, geschaffen und gehörte zu den ersten Altären in Kroatien, die ad populum, also den Gläubigen zugewandt, gemäß den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils errichtet wurden. Damit nahm diese Pfarrgemeinde die liturgische Erneuerung sehr früh an, und die Familie Jakšić hinterließ einen bleibenden Beitrag.
Der neue Altar setzt dieses Erbe fort. Seine Form steht symbolisch für Begegnung – zwischen Erde und Himmel, Tradition und zeitgenössischem künstlerischem Ausdruck. Die präzise bearbeitete Steinoberfläche, die stellenweise wie gefalteter Stoff wirkt, erinnert an Bewegung, Leben und Beständigkeit.
Neben dem Altar schuf unser Bildhauer in den vergangenen Jahren auch den Ambo und das Taufbecken, ebenfalls als Spenden. Dies bezeugt die tiefe Verbundenheit der Familie Jakšić mit der sakralen Architektur, Kunst und dem geistlichen Erbe ihrer Heimat Brač.
Der neue Altar ist somit weit mehr als ein liturgischer Gegenstand – er ist ein künstlerisches Zeichen der Dankbarkeit, der Kontinuität und des Dienstes an der Gemeinschaft, ausgeführt in dem Stein, der seit Jahrhunderten die Tradition der Insel prägt.